§ 1 Anwendungsbereich und Geltung
(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) gelten für alle Lieferungen, Leistungen und Angebote des Auftragnehmers gegenüber seinen Vertragspartnern (nachfolgend „Auftraggeber“ oder „Kunde“ genannt).
(2) Die AGB gelten ausschließlich gegenüber Unternehmern i.S.d. § 14 BGB. Verbraucher i.S.d. § 13 BGB sind von der Zusammenarbeit ausgeschlossen.
(3) Diese AGB sind Bestandteil aller Verträge zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber über die vom Auftragnehmer angebotenen Lieferungen oder Leistungen. Sie gelten auch für zukünftige Lieferungen, Leistungen oder Angebote an den Auftraggeber, ohne dass es einer erneuten Vereinbarung bedarf.
(4) Entgegenstehende oder abweichende Geschäftsbedingungen des Auftraggebers finden keine Anwendung, auch wenn der Auftragnehmer ihrer Geltung im Einzelfall nicht ausdrücklich widerspricht.
§ 2 Leistungen und Bedingungen
(1) Der Auftragnehmer erbringt Beratungs-, Agentur- und Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Neukundengewinnung, Mitarbeitergewinnung, Online-Marketing, Erstellung von Landingpages, Leadgenerierung, Automationen, Prozessoptimierung und digitale Vertriebsprozesse. Soweit nicht ausdrücklich schriftlich anderweitig vereinbart, schuldet der Auftragnehmer keinen konkreten Erfolg oder ein Werk im Rechtssinn.
(2) Der Auftraggeber ist allein verantwortlich für die rechtliche Zulässigkeit seiner Marketing- oder Recruitingmaßnahmen (z. B. Impressum, Datenschutzerklärung, Datenschutz- und Arbeitsrecht, Markenrechte, Inhalte). Der Auftragnehmer übernimmt hierfür keine Haftung.
(3) Der Auftraggeber verpflichtet sich, alle notwendigen Mitwirkungshandlungen rechtzeitig, spätestens innerhalb von 5 Werktagen nach Anforderung, zu erbringen. Unterlässt er dies und verhindert damit die Leistungserbringung, bleibt der Vergütungsanspruch des Auftragnehmers bestehen.
(4) Der Auftragnehmer weist darauf hin, dass Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube, LinkedIn oder Google jederzeit berechtigt sind, Kampagnen ohne Angabe von Gründen einzustellen. Der Auftragnehmer haftet nicht für daraus entstehende Einschränkungen.
(5) Der Auftragnehmer ist berechtigt, Subunternehmer und Dritte einzuschalten, ohne dass es einer Zustimmung des Auftraggebers bedarf.
(6) Der Auftragnehmer besitzt hinsichtlich der Ausführung der vereinbarten Leistungen ein Leistungsbestimmungsrecht nach billigem Ermessen gemäß § 315 BGB.
(7) Die vereinbarte Vergütung des Auftragnehmers umfasst nicht die Werbe- oder Anzeigenbudgets des Auftraggebers. Diese sind separat bereitzustellen und ggf. direkt an die Plattformbetreiber zu entrichten.
(8) Es wird keine bestimmte Anzahl oder Qualität von Anfragen, Bewerbungen oder Kundenkontakten garantiert, sofern es nicht schriftlich vereinbart wurde.
(9) Landingpages, Domains oder Subdomains, die im Rahmen der Zusammenarbeit bereitgestellt werden, verbleiben im Eigentum des Auftragnehmers. Nach Beendigung der Zusammenarbeit erlischt das Nutzungsrecht des Auftraggebers, sofern nicht ausdrücklich schriftlich etwas anderes vereinbart wurde.
§ 3 Vertragsabschluss
(1) Verträge zwischen Auftragnehmer und Auftraggeber können schriftlich, in Textform, fernmündlich oder per Videokonferenz geschlossen werden.
(2) Eine schriftliche Bestätigung des Auftragnehmers kann erfolgen, ist für die Wirksamkeit des Vertragsschlusses jedoch nicht erforderlich.
§ 4 Leistungen, die einer Abnahme unterliegen
(1) Grundsätzlich unterfallen die Leistungen dem Dienstvertragsrecht. Soweit im Einzelfall Werkleistungen vereinbart werden, gelten zusätzlich die nachfolgenden Regelungen.
(2) Der Auftragnehmer kann nach Fertigstellung von Teilleistungen eine Teilabnahme sowie nach Abschluss sämtlicher Leistungen eine Gesamtabnahme verlangen.
(3) Die Abnahme setzt eine Funktionsprüfung durch den Auftraggeber voraus. Sie gilt als erfolgt, wenn die vereinbarten Anforderungen erfüllt sind.
(4) Verweigert der Auftraggeber die Abnahme, hat er dies schriftlich unter Angabe konkreter Mängel binnen einer Woche zu erklären. Unterbleibt eine Erklärung, gilt die Leistung als abgenommen.
(5) Mängelbeseitigungen durch den Auftragnehmer sind bis zu einem Aufwand von zwei Stunden ohne Zusatzvergütung geschuldet. Darüber hinausgehende Aufwendungen werden nach einem marktüblichen Stundensatz gesondert vergütet.
(6) Der Auftragnehmer ist berechtigt, bei erheblichen Mängeln zweimal nachzubessern. Unerhebliche Mängel berechtigen nicht zur Abnahmeverweigerung.
(7) Bestehen Streitigkeiten über die Erheblichkeit eines Mangels, ist vor Klageerhebung ein öffentlich bestellter Sachverständiger der IHK einzuschalten. Stellt dieser einen erheblichen Mangel fest, trägt der Auftragnehmer die Kosten, andernfalls der Auftraggeber.
§ 5 Preise und Zahlungsbedingungen
(1) Alle Preise sind Nettoangaben zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer.
(2) Die Vergütung ist sofort nach Rechnungsstellung fällig, sofern im Angebot nichts anderes vereinbart wurde.
(3) Bei SEPA-Lastschrift erteilt der Auftraggeber ein schriftliches Mandat. Kosten infolge von Rückbuchungen trägt der Auftraggeber.
§ 6 Vertragslaufzeit und Kündigung
(1) Die Vertragslaufzeit ergibt sich aus der individuellen Vereinbarung.
(2) Der Vertrag verlängert sich automatisch um die ursprünglich vereinbarte Laufzeit, maximal jedoch um 12 Monate, wenn er nicht mit einer Frist von 4 Wochen zum Laufzeitende schriftlich gekündigt wird.
(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt.
§ 7 Verzug
(1) Leistungsfristen beginnen erst, wenn Zahlungen eingegangen sind und der Auftraggeber alle erforderlichen Mitwirkungspflichten erfüllt hat.
(2) Bei Zahlungsverzug ist der Auftragnehmer berechtigt, Leistungen bis zum Ausgleich zurückzuhalten.
(3) Gerät der Auftraggeber bei vereinbarter Ratenzahlung mit zwei Raten in Verzug, ist der Auftragnehmer berechtigt, den Vertrag außerordentlich zu kündigen und Schadensersatz in Höhe von 75 % der bis zum nächstmöglichen Vertragsende geschuldeten Vergütung zu verlangen.
§ 8 Vertragserfüllung
(1) Der Auftragnehmer erbringt die vereinbarten Leistungen mit der gebotenen Sorgfalt und kann hierzu Dritte einsetzen.
(2) Der Auftraggeber erkennt an, dass es sich um Dienst- und nicht um Werkleistungen handelt, sofern nicht ausdrücklich anders vereinbart.
§ 9 Verhalten des Auftraggebers
(1) Der Auftraggeber verpflichtet sich zu einem kaufmännisch ordnungsgemäßen Verhalten gegenüber dem Auftragnehmer.
(2) Unwahre, rufschädigende Tatsachenbehauptungen oder rechtswidrige Äußerungen über den Auftragnehmer berechtigen diesen zu rechtlichen Schritten.
§ 10 Schutzrechte Dritter
(1) Der Auftraggeber gewährleistet, dass vom ihm bereitgestellte Materialien (z. B. Texte, Fotos, Videos) frei von Rechten Dritter sind. Er stellt den Auftragnehmer von Ansprüchen Dritter insoweit frei.
§ 11 Referenzen
(1) Der Auftragnehmer ist berechtigt, die im Rahmen des Vertrags erbrachten Leistungen als Referenz oder Case-Study zu verwenden, insbesondere auf Webseiten, in Social Media oder Präsentationen.
(2) Der Auftragnehmer kann den Auftraggeber um Kundenfeedback bitten, welches nach Möglichkeit zur Verfügung gestellt wird.
§ 12 Nutzungsrechte
(1) Der Auftraggeber erhält ein einfaches, nicht übertragbares Nutzungsrecht an den Arbeitsergebnissen für die Dauer der Vertragslaufzeit, vorbehaltlich vollständiger Zahlung.
(2) Eine Weitergabe oder Bearbeitung der Arbeitsergebnisse ist ohne schriftliche Zustimmung des Auftragnehmers unzulässig.
§ 13 Widerruf
(1) Ein gesetzliches Widerrufsrecht für Unternehmer besteht nicht. Der Auftragnehmer räumt ein solches auch nicht freiwillig ein.
§ 14 Haftung
(1) Der Auftragnehmer haftet auf Schadensersatz nur bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit.
(2) Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet er nur für Schäden aus der Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, jedoch begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden.
(3) Die Haftung ist der Höhe nach auf die vereinbarte Vergütung, maximal jedoch
auf 10.000 € begrenzt.
(4) Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
§ 15 Schlussbestimmungen
(1) Abweichungen von diesen AGB bedürfen der Schriftform.
(2) Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB.
(3) Es gilt ausschließlich das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Gerichtsstand für alle Streitigkeiten ist Stuttgart.
(4) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.
Stand: 22.10.2025
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